Ein Gedenkstein und ein Mammutbaum erinnern künftig an einen Mann, der den Possenwald und das Vereinsleben nachhaltig geprägt hat.

Wer den Possenwald kennt, weiß: Ein Wald besteht nicht nur aus Bäumen und Wegen. Es sind auch die Menschen, die ihn über Jahrzehnte pflegen, gestalten und mit Leben erfüllen. Einer von ihnen war Albrecht Bracke, langjähriger Förster im Possenwald und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender unseres Kulturwaldvereins. Ihm zu Ehren kamen am 30. September auf Initiative von Bernd Fischer aus Berka zahlreiche Weggefährten zusammen.

Vertreter des Kulturwaldvereins, Mitarbeiter des Sondershäuser Forstbetriebes, der ehemalige Kulturamtsleiter Helmut Köhler, ehemalige Förster und Freunde nutzten das Treffen, um gemeinsam an Albrecht Bracke zu erinnern. Auch seine Frau und sein Sohn Jens waren dabei. In gemütlicher Runde begrüßte Ulrich Klüßendorf die Gäste und ließ mit persönlichen Erinnerungen und manchen unterhaltsamen Geschichten das Wirken des geschätzten Forstmannes noch einmal lebendig werden.

Eine Blockhütte mit Geschichte

Ein besonderer Ort für diese Ehrung war die Blockhütte im Possenwald. Sie geht auf eine Idee von Albrecht Bracke zurück, der sich auch maßgeblich für ihren Bau engagierte. Heute ist sie ein beliebter Treffpunkt und aus dem Vereinsleben kaum noch wegzudenken.

Besonders zur traditionellen Weihnachtswanderung wird die Hütte zum Ziel vieler Naturfreunde. Bei dieser größten Veranstaltung unseres Vereins, zu der häufig mehr als 100 Gäste kommen, war auch Albrecht Bracke immer wieder mit dabei. So verbindet die Hütte nicht nur Menschen mit dem Wald, sondern erinnert zugleich an den Mann, der ihre Entstehung mit ermöglicht hat.

Ein Mammutbaum als lebendiges Andenken

Nun gibt es an diesem Ort zwei weitere Zeichen der Erinnerung: einen Gedenkstein und einen Mammutbaum. Der Baum wurde am Tag der Ehrung von Mitarbeitern des Forstbetriebes gepflanzt – ganz im Sinne des Wunsches von Albrecht Bracke.

Gerade ein Baum ist ein passendes Symbol für einen Förster. Er wächst, verändert sich und kann Generationen überdauern. Jahr für Jahr wird der junge Mammutbaum größer werden, seine Wurzeln tiefer in den Boden treiben und den Possenwald um eine besondere Attraktion bereichern. Wer später an ihm vorbeikommt, kann innehalten und sich an einen Menschen erinnern, der diesen Wald mitgestaltet hat.

So wird aus der Erinnerung etwas Lebendiges. Der Gedenkstein hält seinen Namen fest, der Baum lässt sein Andenken weiterwachsen.

 

Die nächste Weihnachtswanderung steht bevor

Und auch die nächste Gelegenheit, die Blockhütte und den Possenwald gemeinsam zu erleben, lässt nicht lange auf sich warten: Die traditionelle Weihnachtswanderung unseres Vereins findet in diesem Jahr am 13. Dezember statt.

Der Termin darf also schon jetzt im Kalender stehen. Vielleicht führt der Weg dabei auch am neuen Mammutbaum vorbei – und bietet Gelegenheit, sich an Albrecht Bracke zu erinnern und miteinander Geschichten aus vergangenen Zeiten auszutauschen.